Freitag, 21. September 2018
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Der Junge Chor Stuttgart e.V., kurz „JuCo“ genannt, ist ein gemischtes Chorensemble für junge Erwachsene. Er wurde 1967 aus einer Gruppe von Schülern und
Studenten als Jugendchor des Stuttgarter Chorverbandes gegründet und hat sich inzwischen zu einem eigenständigen Verein entwickelt. Geprobt wird einmal 
wöchentlich im Musiksaal des Fanny-Leicht-Gymnasiums in Stuttgart-Vaihingen.

Charakteristisch für den Chor ist die Erarbeitung eines bewusst vielseitigen Repertoires aller Musikstile und -epochen, welches klassische und geistlich-oratorische
Werke umfasst, aber auch Gospelmusik sowie folkloristische bzw. „junge“ Pop-Stücke mit einschließt. Gleichermaßen sind auch die beständige Pflege einer
anspruchsvollen Klangqualität, welche durch kontinuierliche Einzel- und Gruppenstimmbildung unterstützt wird, sowie regelmäßige Chorreisen und "außerchorische"
Vereinsaktivitäten fester Teil des Chorkonzepts. Letzteres ist den SängerInnen besonders wichtig, da sie der Auffassung sind, dass sich eine wirkliche Chor-
gemeinschaft nicht nur positiv auf das gemeinsame musikalische Schaffen, sondern zweifellos auch auf den Chorklang und damit das Hörerlebnis des Publikums
auswirken. Damit hat das Ensemble ein grundlegend anderes Selbstverständnis als z.B. die in der Musikszene inzwischen zahlreichen Projektchöre.

Alle o.g. Grundprinzipien der Chorarbeit sind in ihrer Kombination für einen Laienchor eher ungewöhnlich und machen daher den JuCo in der hiesigen Chor-
Landschaft tatsächlich einzigartig. Sie sorgen zugleich für einen beständigen Zulauf an jungen Stimmen in allen Registern, so dass trotz reger Fluktuation die Zahl
der Aktiven mit ca. 40 Sängern über die Jahre stets bemerkenswert konstant blieb.

Unter der Leitung seines insgesamt vierten Chorleiters Paul Theis hat das Ensemble insbesondere im Bereich der A-Capella-Literatur sein Repertoire erheblich erweitern
und seinen Chorklang merklich verfeinern können. Entsprechend wurden seine musikalischen Leistungen mit Preis-Auszeichnungen gewürdigt, u.a. beim Landes-Chor-  
wettbewerb in der Kammerchor-Kategorie. Regelmäßige Einladungen zu renommierten Musikreihen erhält der Chor u.a. nach Esslingen (Stunde der Kirchenmusik),
Tübingen (Motette), Kirchheim/Teck (Orgelnacht) oder an den Bodensee (Mainau-Melodie).

Der JuCo ist immer wieder gern auf Konzertreisen im In- und Ausland unterwegs und gastierte so bereits u.a. in der St. Patrick's Cathedral von Dublin, der Berliner
Gedächtniskirche und der Felsenkirche in Helsinki. Seine letzte Chorreise führte ihn nach Aachen und im aktuellen Jahr steht Hamburg auf dem Plan.

In seiner Heimatstadt musiziert der Junge Chor Stuttgart regelmäßig im Cusanus-Haus bzw. Augustinum, in befreundeten Stuttgarter Kirchen (St. Fidelis, Liebfrauen
oder St. Georg), bei den Chortagen oder bei seinen traditionellen Adventskonzerten in der Matthäuskirche sowie auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt im Innenhof
des Alten Schlosses.

Der Chor, der schon einmal als 'Methusalem der jungen Chöre' bezeichnet wurde, hat im Jahr 2017 sein - als junger Chor gewiss beachtliches - 50-jähriges Bestehen
gefeiert. Einen musikalischen Höhepunkt im Jubiläumsjahr bildete ein Doppel-Konzert zum Oratorium 'Paulus' von F. Mendelssohn-Bartholdy, das auch bei der Presse  
ausgezeichneten Anklang
fand.

Experimentierfreudig zeigt sich der Chor bei seinen Aufführungen an ungewöhnlichen Konzertstätten, so z.B. bei einer Flashmob-Aktion mitten im Hauptbahnhof von
Helsinki wie auch zuletzt bei Konzerten in der Nebelhöhle bei Reutlingen oder in der Grabkapelle auf dem Stuttgarter Rotenberg.

Das Programm des jährlichen Weihnachtskonzerts wurde in den letzten Jahren zunehmend ambitionierter und verfolgt dabei das Ziel, sowohl Vertrautes als auch
Neuartiges miteinander zu verknüpfen. D.h. neben der Darbietung klassischer Literatur soll regelmäßig auch die Erschließung und Interpretation "neuer", zeitge-
nössischer Werke verfolgt werden.

So erklangen bereits zahlreiche modernere geistliche Werke, u.a.: 'Misa Criolla' von A.Ramirez, A.Pärts 'Magnificat-Antiphonen', Kompositionen des Weihnachtszyklus
'Best Time of Year' von J.Rutter, Francis Poulencs Motetten 'Pour le temps de Noël', C.Schönherrs Groovige Version des 'Magnificat', E.Robertsons Neuinterpretation
von 'Fanfares und Carols' oder auch das 'Swinging Christmas' von T.Gabriel (welches zusammen mit dem schwäbischen A-Capella-Ensemble Pepper & Salt
aufgeführt wurde).

Im Rahmen der „klassischen“ Literatur gab der JuCo bereits z.B. die 'Marienvesper' von C.Monteverdi, die 'Weihnachtshistorie' von H.Schütz, den 'Messias' von
G.F.Händel, J.S.Bachs 'Weihnachtsoratorium' und 'Johannespassion', J.G.Rheinbergers 'Adventsmotetten', A.Vivaldis 'Magnificat' und 'Gloria' Vertonungen sowie
Mozarts 'Requiem' zum Besten.