Donnerstag, 26. Mai 2016
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Der Junge Chor Stuttgart e.V., kurz „JuCo“ genannt, wurde 1967 aus einer Gruppe
von Schülern und Studenten gegründet. Inzwischen setzt sich der Chor aus jungen
Erwachsenen zwischen 25 und 40 Jahren zusammen, weshalb wir dennoch glauben,
dass  der Name noch angemessen ist! Der Chor ist als eigenständiger Verein orga-
nisiert und pflegt in kontinuierlicher Arbeit ein Repertoire, das im Gegensatz zu
vielen anderen „jungen Chören“ bewusst abwechslungsreich ausgerichtet ist.

Ein Schwerpunkt liegt auf klassischer und geistlicher Musik, aber auch die folklori-
stische und modernere Pop- und Gospelmusik kommt nicht zu kurz. Das Ziel unserer
Probenarbeit im Chor ist es, diese Vielfalt im Repertoire nachhaltig zu pflegen und
dabei die Klangqualität beständig weiterzuentwickeln. Dies wird u.a. durch regel-
mäßig angebotene Stimmbildung unterstützt.

Nicht zuletzt sorgt auch Chorleiter Paul Theis mit der für ihn typischen nonchalanten
Art dafür, dass die Sängerinnen und Sänger nach dem Motto "Singen muss Spaß
machen!" stets zu musikalischen Höchstleistungen angespornt werden.

Trotz reger Fluktuation blieb die Zahl der Aktiven mit 40 - 50 Sängern über die Jahre
bemerkenswert konstant. Dazu tragen mit Sicherheit unsere zahlreichen „außer-
chorischen“ und geselligen Aktivitäten abseits der disziplinierten Probenarbeit und
Konzerttätigkeit bei, z.B. beim „Aprés-Chor“ oder den jährlichen Ausflügen und Chor-
reisen, die den Juco in den letzten Jahren u.a. nach Finnland und Irland, Berlin, ins 
Ruhrgebiet, an die Nordsee sowie ins Allgäu führten.

Genau diese Kombination aus regelmäßigen Vereinsaktivitäten bzw. Chorreisen,
äußerst vielseitigem Repertoire sowie einem kultivierten Chorklang ist für einen
Laienchor sehr ungewöhnlich und macht daher den JuCo tatsächlich einzigartig.

Auch bei der Wahl der Auftrittsorte ist der Juco stets bemüht, neue Konzertstätten zu erschließen. So erhielt das Ensemble in den letzten Jahren einige Einladungen zu renom-
mierten Musikreihen u.a. nach Esslingen (Stunde der Kirchenmusik), Tübingen (Motette), Stuttgart (KlangRaum), Kirchheim/Teck (Orgelnacht) oder auf die Insel Mainau (Mainau-
Melodie) oder nutzte tlw. ungewöhnliche Räumlichkeiten für seine Chormusik, so z.B. bei einer Flashmob-Aktion mitten in Helsinki bzw. demnächst auch bei Freiluftkonzerten oder
einem Auftritt in den Nebelhöhlen bei Reutlingen.

Die Teilnahme am Landes-Chorwettbewerb Baden-Württemberg im Jahr 2009 war
ein großes Highlight in der Chronik des Chores, als der JuCo die insgesamt zweitbeste 
Punktzahl in der konkurrenzstarken Kammerchor-Kategorie bis 36 MitsängerInnen erreichte!

Obwohl der Junge Chor Stuttgart organisatorisch völlig selbständig ist, wird schon
seit über 20 Jahren mindestens einmal jährlich ein großes Konzert in einer der
befreundeten Stuttgarter Kirchen veranstaltet (insbes. St. Matthäus, St. Fidelis,
Liebfrauen oder St. Georg); traditionellerweise findet dort auch stets eine
Aufführung in der Adventszeit statt.

Das Programm des jährlichen Weihnachtskonzerts wurde in den letzten Jahren
zunehmend ambitionierter und hat auch hier das Ziel, sowohl Vertrautes als auch Neuartiges
miteinander zu verknüpfen. D.h. neben der Darbietung klassischer Literatur soll regelmäßig  
auch die Erschließung und Interpretation "neuer", zeitgenössischer Werke verfolgt werden.

In den Weihnachtskonzerten erklangen daher bereits zahlreiche modernere geistliche Werke, u.a.:
A. Ramirez’ 'Misa Criolla', die 'Magnificat-Antiphonen' A. Pärts, Francis Poulencs
Motetten 'Pour le temps de Noël' sowie C. Schönherrs 'Magnificat' in einer Groovy
Version, E. Robertsons Neuinterpretation von 'Fanfares und Carols' oder auch das
'Swinging Christmas' von Thomas Gabriel (bei dem zusammen mit dem schwäbischen
A-Capella-Ensemble Pepper & Salt musiziert wurde) waren bereits zu hören.

Im Rahmen der „klassischen“ Literatur gab der JuCo bereits z.B. die Marienvesper von
C. Monteverdi, den Messias von G. F. Händel, J. S. Bachs Weihnachtsoratorium und
Johannespassion, J. G. Rheinbergers Adventsmotetten, A. Vivaldis Magnificat- und Gloria-Vertonungen sowie das Mozart-Requiem zum Besten.