Dienstag, 27. September 2016
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Der Junge Chor Stuttgart e.V., kurz „JuCo“ genannt, wurde 1967 aus einer Gruppe von Schülern und Studenten gegründet. Inzwischen setzt sich der Chor aus jungen
Erwachsenen zwischen 25 und 40 Jahren zusammen, weshalb wir dennoch glauben, dass  der Name noch angemessen ist! Der Chor ist als eigenständiger Verein
organisiert und pflegt in kontinuierlicher Arbeit ein Repertoire, das im Gegensatz zu vielen anderen „jungen Chören“ bewusst abwechslungsreich ausgerichtet ist.

Ein Schwerpunkt liegt auf klassischer und geistlicher Musik, aber auch die folkloristische und modernere Pop- bzw. Gospelmusik kommt nicht zu kurz. Das Ziel der
Probenarbeit im Chor ist es, diese Vielfalt im Repertoire nachhaltig zu pflegen und dabei die Klangqualität beständig weiterzuentwickeln. Dies wird u.a. durch regel-
mäßig angebotene Stimmbildung unterstützt. Nicht zuletzt sorgt auch Chorleiter Paul Theis mit der für ihn typischen nonchalanten Art dafür, dass die Sängerinnen 
und Sänger nach dem Motto "Singen muss Spaß machen!" stets zu musikalischen Höchstleistungen angespornt werden.

Trotz reger Fluktuation blieb die Zahl der Aktiven mit 40 - 50 Sängern über die Jahre bemerkenswert konstant. Dazu tragen mit Sicherheit die zahlreichen „außer-
chorischen“ und geselligen Aktivitäten abseits der disziplinierten Probenarbeit und Konzerttätigkeit bei, z.B. beim „Aprés-Chor“ oder den jährlichen Ausflügen und
Chorreisen, die den Juco in den letzten Jahren u.a. nach Finnland und Irland, Berlin, Aachen, ins Ruhrgebiet, an die Nordsee sowie ins Allgäu führten.

Genau diese Kombination aus regelmäßigen Vereinsaktivitäten bzw. Chorreisen, äußerst vielseitigem Repertoire sowie einem kultivierten Chorklang ist für einen
Laienchor sehr ungewöhnlich und macht daher den JuCo in der hiesigen Chorlandschaft tatsächlich einzigartig.

Auch bei der Wahl der Auftrittsorte ist der Juco stets bemüht, sich neue Konzertstätten zu erschließen. So erhielt das Ensemble in den letzten Jahren einige Einladungen
zu renommierten Musikreihen u.a. nach Esslingen (Stunde der Kirchenmusik), Tübingen (Motette), Stuttgart (KlangRaum), Kirchheim/Teck (Orgelnacht) sowie an den
Bodensee (Mainau-Melodie). Experimentierfreude zeigt der Chor auch gern bei Aufführungen an ungewöhnlichen Konzert-Räumlichkeiten, so z.B. bei einer Flashmob-
Aktion mitten im Hauptbahnhof von Helsinki sowie zuletzt bei Konzerten in der Nebelhöhle bei Reutlingen sowie an der Grabkapelle auf dem Stuttgarter Rotenberg.

Die Teilnahme am Landes-Chorwettbewerb Baden-Württemberg im Jahr 2009 war ein großes Highlight in der Chronik des Chores, als der JuCo die insgesamt zweitbeste
Punktzahl in der konkurrenzstarken Kammerchor-Kategorie bis 36 MitsängerInnen erreichte!

Obwohl der Junge Chor Stuttgart organisatorisch völlig selbständig ist, wird schon seit über 20 Jahren mindestens einmal jährlich ein großes Konzert in einer der
befreundeten Stuttgarter Kirchen veranstaltet (zuletzt insbes. in St. Matthäus, St. Fidelis, Liebfrauen oder St. Georg); traditionellerweise findet dort auch stets ein
Auftritt in der Adventszeit statt. Außerdem werden freundschaftliche Beziehungen zum CoroNuovo bzw. dem Kirchenchor der kath. Gemeinde in Köngen gepflegt.

Das Programm des jährlichen Weihnachtskonzerts wurde in den letzten Jahren zunehmend ambitionierter und hat auch hier das Ziel, sowohl Vertrautes als auch
Neuartiges miteinander zu verknüpfen. D.h. neben der Darbietung klassischer Literatur soll regelmäßig auch die Erschließung und Interpretation "neuer", zeitge-
nössischer Werke verfolgt werden.

So erklangen bereits zahlreiche modernere geistliche Werke, u.a.: 'Misa Criolla' von A.Ramirez, A.Pärts 'Magnificat-Antiphonen', Kompositionen des Weihnachtszyklus
'Best Time of Year' von J.Rutter, Francis Poulencs Motetten 'Pour le temps de Noël', C.Schönherrs Groovige Version des 'Magnificat', E.Robertsons Neuinterpretation
von 'Fanfares und Carols' oder auch das 'Swinging Christmas' von Thomas Gabriel (welches zusammen mit dem schwäbischen A-Capella-Ensemble Pepper & Salt
aufgeführt wurde).

Im Rahmen der „klassischen“ Literatur gab der JuCo bereits z.B. die 'Marienvesper' von C.Monteverdi, den 'Messias' von G.F.Händel, J.S.Bachs 'Weihnachtsoratorium'
und 'Johannespassion', J.G.Rheinbergers 'Adventsmotetten', A.Vivaldis 'Magnificat' und 'Gloria' Vertonungen sowie Mozarts 'Requiem' zum Besten. In Planung sind bereits Konzerte zu H.Schütz 'Weihnachtshistorie' sowie F.Mendelssohn-Bartholdys 'Elias' zum 50-jährigem Chorjubiläum in 2017.